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Anfang Mai beginnt Sanierung der Burladinger Stadthalle

Alles scheint gut zu werden beim Dauerthema Burladinger Stadthalle. Nachdem der erste Zuschussbescheid vorliegt, kann die Sanierung im Mai beginnen. Aktuelle Kostenschätzung: 2,8 Millionen Euro.

HARDY KROMER | 0 Meinungen

Auf diese Nachricht zur Stadthallensanierung haben viele Burladinger lange gewartet. "Wir fangen am 1. Mai an", verkündete Bürgermeister Harry Ebert am Donnerstagabend vor großem Publikum in der Burladinger Gemeinderatssitzung. Nun ja, am Maifeiertag wird wohl noch niemand den Hammer in die Hand nehmen. Der Bauzeitenplan, den Erster Beigeordneter Berthold Wiesner vorstellte, sieht jedoch vor, dass in Woche 19, also ab 6. Mai, die Baustelle eingerichtet und mit Abbrucharbeiten im Innern begonnen wird. "Was lange währt, wird endlich gut", rief CDU-Fraktionschefin Dörte Conradi aus.

Möglich macht den baldigen Start der erste positive Zuschussbescheid. Wie gestern berichtet, hat das Stuttgarter Wirtschaftsministerium 720 000 Euro aus dem Landessanierungsprogramm bewilligt. Ein Großteil davon kommt der Stadthalle zugute. Um anzufangen, reicht das. Eine Million erhofft sich die Stadt in diesem und im nächsten Jahr aus dem Ausgleichstock. Außerdem setzt man im Rathaus noch auf 100 000 Euro Sportfördermittel. Ebert geht davon aus, dass die Hallensanierung mit einem städtischen Eigenanteil von einer Million Euro zu finanzieren sein wird.

Aktuell beläuft sich die Kostenschätzung der Stadt auf 2,78 Millionen Euro. Das ist eine halbe Million mehr als beim Beschluss des Gemeinderats vor Jahresfrist. Die Kostensteigerung erreicht aber längst nicht die Dimension, die noch vor ein paar Wochen befürchtet wurde, als plötzlich von mehr als fünf Millionen die Rede war.

Die Gemeindratsfraktionen zeigten sich ob dieser Entwicklung zufrieden, auch wenn Dörte Conradi für die CDU zur Ausgabendisziplin mahnte: "Wir erwarten, dass das Gesamtvorhaben im Rahmen der im Haushalt angesetzten 2,7 Millionen bleibt." Dazu bedürfe es einer ständigen Kontrolle der Ausschreibungsergebnisse. Alexander Schülzle, Sprecher der Freien Wähler, nannte den Finanzrahmen gut - Überraschungen seien beim Umbauen jedoch nie ausgeschlossen.

Die fertigen Baupläne, die jetzt unter der Regie des neuen Bauamtstechnikers Torsten Bung umgesetzt werden sollen, basieren ganz wesentlich auf den von Bungs Vorgänger Sebastian Dietrich gefertigten Entwürfen. Wiesner verwies insbesondere darauf, dass der von den Vereinen gewünschte Anbau im Osten in den Plänen drin geblieben ist. Er enthält unten das Foyer und den Hausmeisterraum, oben - auf der Ebene der großen Halle - die neue Küche und jetzt auch die Garderobe. Ein paar kleinere räumliche Änderungen stellte Wiesner den Räten und dem Publikum vor. Spannender, weil anschaulicher waren die Bilder, die Wiesner zeigte. Sie gaben bereits einen schönen Eindruck davon, wie die neue Halle innen und außen aussehen soll.

Von "eindrucksvollen Bildern" und einem "vorzeigbaren Ergebnis" sprach anschließend Dörte Conradi, während Alexander Schülzle vor allem lobte, dass die Technik nach dem Umbau auf dem neuesten Stand sein werde.

Was die Räte besonders interessierte: Wann wird der Umbau fertig sein? Bürgermeister Ebert stellte das Frühjahr 2015 in Aussicht und merkte für Ungeduldige an: "Wenns früher geht, umso besser." Abgewickelt wird der Bau in zwei Abschnitten. In diesem Jahr soll die Außensanierung mit Anbau abgeschlossen werden. Die Innensanierung kommt im nächsten Jahr an die Reihe.

Ein Thema war auch die Betriebsform: Ob die Stadthalle wie die Trigema-Arena als gGmbH geführt werde, wollte die CDU-Fraktion wissen. Nein, antwortete Wiesner. Man habe das geprüft und entschieden, die Hallen aus zuschusstechnischen Gründen über den städtischen Haushalt zu finanzieren.

Die lange umstrittene Nutzungsfrage sprach Dörte Conradi noch einmal an und erinnerte an den gefundenen Kompromiss: Vorrang habe in der künftigen Stadthalle klar die kulturelle Nutzung für Konzerte, Theateraufführungen, Empfänge und Tagungen. Der große Saal werde aber auch für Schul- und Vereinssport (etwa für Tischtennis, Badminton, Kinderturnen oder Gymnastik) nutzbar bleiben.

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