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Nachbesserungen für den Brandschutz

Die Gemeinde Sonnenbühl hat Arbeiten zur Sanierung der Genkinger Turn- und Festhalle vergeben. Die Kosten von knapp 1,09 Millionen Euro liegen unter den anvisierten. Baubeginn ist Anfang April.

SIMON WAGNER |

Einige Verwunderung gab es am Donnerstagabend unter den versammelten Räten im Sonnenbühler Ratsrund. Die Ausschreibungsergebnisse zur Sanierung der alten Genkinger Turn- und Festhalle wurden vorgelegt. Dort aufgelistet waren die neun Gewerke, die im Zuge der Hallenmodernisierung anstehen. Die angenehme Überraschung: sieben davon lagen, teils deutlich, unter der zuvor angestellten Kostenberechnung. In der Summe liegen die Werte um knapp 178 000 Euro unter der Kostenberechnung aus dem Oktober. Ging man damals noch von 1,13 Millionen Euro aus, so stehen nun 1,05 Millionen Euro unter dem Strich.

Sie wären dort stehengeblieben, hätten die Genehmigungsbehörden nicht Nachbesserungen im Sinne des Brandschutzes gefordert: War die statische Verstärkung des Hallendachs bereits Teil der Ausschreibung, wurde nun noch ein separater Zugang (Fluchtweg) zum Jugendraum verlangt. Nach Mehrkosten von knapp 97 000 Euro für die Maßnahmen am Hallendach, kamen nun nochmal 37 500 Euro dazu. Diese Zusatzkosten heben die Gesamtkosten jedoch nicht über die damalige Kostenprognose.

Mit rund 1,09 Millionen Euro liegen sie noch immer um knapp 44 000 Euro darunter. "Das ist als erfreulich zu bewerten", kommentierte Bürgermeister Uwe Morgenstern die Ausschreibungsergebnisse. Nicht zuletzt auch deswegen, weil gleich vier Sonnenbühler Firmen als günstigste aus dem Bieterwettstreit hervorgingen und so durch die Gemeinde beauftragt werden konnten.

Die deutlichste Einsparung bringt die geplante Lüftungsanlage: knapp 61 000 Euro. Ihre Kapazität wurde den Erfordernissen angepasst. Laut Auskunft von Morgenstern, werde sie aber ausreichen um die Halle ausreichend mit Frischluft zu versorgen. Die Gründe der übrigen Kostenunterschreitungen blieben auch für Architekt Jürgen Maier schleierhaft. Nun nach Beauftragung der Unternehmen, sollen schnell Nägel mit Köpfen gemacht werden. Bereits Anfang April werde die Baustelle eingerichtet und mit den ersten Arbeiten begonnen, gab Ortsbaumeister Bernd Hummel den straffen Zeitplan vor. Er ist nötig um die Arbeiten vor Jahresende abschließen und abrechnen zu können: "Das ist ein Muss", bekräftigte Morgenstern.

An der rechtzeitigen Abrechnung hängt die Auszahlung der in Aussicht gestellten Fördermittel. Aus dem Jahr 2012 liegen im Rahmen des Landessanierungsprogramms (LSP) Zusagen über 220 600 Euro vor. Dementsprechend sind knapp 910 000 Euro im laufenden Haushalt eingestellt. Indes Hoffnungen, die Belastung für die Gemeinde weiter senken zu können, erfüllten sich nicht. Der Aufstockungantrag von zusätzlich maximal 186 400 Euro aus dem LSP wurde nicht bewilligt. Dies teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag auf Nachfrage mit.

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