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Bahnhofs-, Markt-, Münster- und Scholl-Platz erhalten Hotspots

Vier Ulmer Innenstadtplätze sollen bis Ende Juli mit einem kostenlosen Funknetz ausgestattet werden: Bahnhofs-, Markt-, Münster- und Scholl-Platz.

JÜRGEN BUCHTA |

In vielen Städten sind drahtlose Netzwerke für den Internet-Zugang auf öffentlichen Plätzen seit Jahren geschaltet. Nun hat der Ulmer Hauptausschuss zugestimmt, vier Innenstadtplätze mit Wlan-Verbindung auzurüsten. Mehrere direkt ans Glasfaser-Kabel geknüpfte Sender sollen auf diesen Plätzen einen so genannten Hotspot schaffen: einen drahtlosen Internet-Zugriffspunkt, der für jeden zugänglich ist.

Dafür hat der Ausschuss den Bahnhofsvorplatz, den Markt-, den Münsterplatz sowie den Hans-und-Sophie-Scholl Platz für dieses Vorhaben vorgesehen. Die dazu nötige Technik soll bis Ende Juli betriebsbereit sein, sagt Andreas Kövi als Geschäftsführer der SWU-Tochterfirma Telenet, die den Aufbau und Betrieb übernimmt. Die Nutzung des Wlan-Netzes sei kostenlos und rund um die Uhr möglich. Für den einzelnen Surfer wird allerdings ein Limit gesetzt: Er kann den Dienst nur eine Stunde lang pro Tag in Anspruch nehmen.

Die direkte Verknüpfung der etwa 20 mal 30 Zentimeter großen wasserdichten Senderkästen mit dem Hochleistungs-Datennetz garantiere, dass auch dann, wenn zehn oder mehr Personen gleichzeitig eine Internet-Verbindung nutzen, die Übertragungsgeschwindigkeit nicht spürbar sinke. Somit sei dieses Wlan-System jedem Mobilfunk vielfach überlegen.

Zwar ist der Anschluss öffentlich. Doch muss sich jeder, der ihn nutzt, innerhalb des Funkbereichs zuerst einmal anmelden, sagt Kövi. Konkret: „Der Nutzer wird innerhalb des Wlan-Netzes über sein Smartphone oder Tablet zur Bekanntgabe seiner Handy-Nummer beziehungsweise seiner Email-Adresse aufgefordert. Zur Antwort erhält er vom Server verschlüsselt eine Zugangserkennung und ein Passwort. Damit ist er authentifiziert und kann etwa bei Straftaten ermittelt werden.“ Gleichzeitig wird so das ihm zugestandene Zeitbudget gesteuert.

Die Investitionskosten für die Hotspots sind auf 165 000 Euro veranschlagt. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf etwa 20 000 Euro. „Zunächst wird einmal getestet, wie das Angebot ankommt“, sagt Kövi weiter. Es geht darum, ob das gesetzte Zeitlimit ausreicht, ob die kostenlose Nutzung beizubehalten ist (andernorts ist die Nutzung solcher Hotspots oft nur gegen Bezahlung möglich), ob das Angebot etwa in Zusammenarbeit mit Innenstadt-Wirten und Läden ausgeweitet werden kann.

Die größte Nachfrage nach dem Angebot erwarten Stadträte und Stadtverwaltung von Touristen und sonstigen Besuchern der Stadt, die schnell an örtliche Information herankommen wollen.

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