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Telekom will Internet drosseln

Immer mehr Menschen nutzen das Internet auch zum Fernsehen. Auf sie könnte eine unangenehme Überraschung zukommen: Die Telekom denkt über ein Obergrenze für Daten-Tarife nach.

DPA/VT |

Die Deutsche Telekom überlegt, auch im Festnetz die Internet-Geschwindigkeit ab einer bestimmten Datenmenge zu drosseln. Der Konzern verweist als Grund auf die sinkenden Preise, während viel Geld für den Netzausbau gebraucht werde. "Eine Lösung wäre tatsächlich, das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen zu begrenzen", hieß es in einem Blogeintrag der Telekom.

"Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er - wie im Mobilfunk auch - Kapazitäten hinzubuchen", erläuterte die Telekom. Der Vorteil daran wäre, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchten, argumentiert sie. Zugleich hieß es ausdrücklich: "Bisher gibt es keine neuen Tarife."

Der Podcast "Fanboys" hatte unter Hinweis auf Informationen aus der Telekom berichtet, die Datenobergrenzen sollten zum 2. Mai eingeführt werden. Demnach sei für "Call & Surf"-Tarife und das Multimedia-Angebot "Entertain" mit DSL ein Volumen von 75 Gigabyte vorgesehen. Im schnelleren VDSL-Netz erhöhe sich die Obergrenze auf 200 Gigabyte und bei Glasfaser-Anschlüssen auf 300 beziehungsweise 400 Gigabyte. Danach werde die Geschwindigkeit auf 384 Kilobit pro Sekunde gekappt.

Bereits jetzt hat sich die Telekom eine Drosselung vorenthalten: ab 100 GB verbrauchte Daten bei" VDSL 25", ab 200 GB bei "VDSL 50".

Das Inklusiv-Volumen dürfte für die meisten Nutzer ausreichen. Wer jedoch über den Internet-Anschluss fernsieht oder Film-Dienste nutzt, könnte zumindest bei 75 Gigabyte relativ schnell an die Grenzen stoßen. Allerdings werden derzeit im Mobilfunk eigene Angebote der Telekom oder Services von Partnern wie der Musikdienst Spotify in einigen Tarifen nicht auf das Daten-Kontingent aufgerechnet.

Es ist davon auszugehen, dass die Telekom die Einführung von Daten-Obergrenzen nicht im Alleingang wagt. Auch andere Telekommunikations-Anbieter beschweren sich schon lange über die ihrer Meinung nach zu harte Regulierung, die Preise niedrig halte.

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