Stromausfall in Reutlingen: Ermittler gehen offiziell von Brandstiftung aus und suchen Zeugen – der Liveticker

Nach dem Stromausfall in der Region Reutlingen gehen die Ermittlungen und Reparaturarbeiten weiter.
dpaDer großflächige Stromausfall, der am Montag rund 40.000 Menschen in Reutlingen und den Nachbargemeinden Wannweil und Kirchentellinsfurt betroffen hat, hält die Region weiter in Atem – es gibt auch mehr als 24 Stunden später noch Beeinträchtigungen. Zumindest provisorisch ist die Versorgung in den betroffenen Gebieten allerdings wiederhergestellt.
Derweil verdichten sich die Hinweise auf bewusste Brandstiftung – der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel (CDU) kündigte an, „mit aller Härte“ gegen die Täter vorzugehen. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem mutmaßlichen Anschlag auf die Stromversorgung.
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Mit Material von den Agenturen.
Das Wichtigste im Überblick
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Die Frage nach möglichen Entschädigungen lässt sich laut der beiden Betreiberfirmen erst nach gründlicher Ursachenforschung beantworten.
Bisher keine heiße Spur nach Brandstiftung in Umspannwerk
Die Spurensicherung ist abgeschlossen, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Welchen Hintergrund haben Mutmaßungen über mögliche Täter?
Betriebe ohne Alarmanlage – so lief der Einsatz der Polizei-Hundertschaft
Die Folgen des Brandanschlags auf das Umspannwerk Reutlingen-West sind immens. Wirtschaftlich gehen Experten von einem Millionenschaden aus und noch immer warten Unternehmen im Betzinger Gewerbegebiet auf eine reguläre Stromversorgung. Weil davon auch Alarmanlagen betroffen sein könnten, hat die Polizei schnell reagiert: Seit Montagabend fahren zahlreiche Streifen durch das Industriegebiet und durch Wohngebiete, um eine starke Präsenz zu zeigen.
Reutlinger Firmen sollen ab Mittwoch wieder Strom haben
Nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen sollen bis diesen Mittwoch (10.6.2026) auch alle Industrie- und Gewerbekunden wieder mit Strom versorgt sein. Das teilte der Betreiber Netze BW mit. „Hoffentlich ist die Vollversorgung am Mittwoch wiederhergestellt“, sagte Richard Huber, Leiter systemübergreifende Infrastruktur bei der Netze BW.
Den Gesamtschaden zu beheben, wird seinen Worten zufolge jedoch noch Wochen oder gar Monate dauern. Das aber habe keine Auswirkungen auf die Stromkunden. Was die Arbeiten kosten werden, sei bis jetzt nicht zu beziffern, es dürfte sich aber um Millionen von Euro handeln, wie er weiter erläuterte.